29.03.2025
Vor allem die aktuellen Regeln zur Mindestsicherung sind das größte Problem zur Integration in den Arbeitsmarkt, so ÖIF-Direktor Wolf.

Die Probleme bei der Integration sind enorm – das spricht selbst Franz Wolf, Direktor des Österreichischen Integrationsfonds, offen an.
In den letzten Jahren kamen rund 100.000 Menschen per Familiennachzug aus Syrien. Die große Zahl an Kindern ohne Deutschkenntnisse überfordert die Schulen, während die Frauen kaum arbeiten und nicht alphabetisiert sind, erläutert er im Interview mit der „Kronen Zeitung“.
Er will den Fokus auf die Arbeitsmarktintegration legen. „Menschen sollen sich dort niederlassen, wo es Beschäftigungsmöglichkeiten gibt.“ Im Westen gibt es zahlreiche unbesetzte Jobs in Gastronomie und Hotellerie, stattdessen leben viele in Wien, wo es eine große arabische Community und großzügige Sozialleistungen gibt.
„Es lohnt sich finanziell nicht, diese Arbeit anzunehmen“, so die alarmierenden Worte des ÖIF-Chefs.

„Mindestsicherung größtes Hindernis“
Dafür verantwortlich sei die Höhe der Sozialleistungen. „Insbesondere die aktuelle Handhabung der Mindestsicherung ist eines der größten Integrationshemmnisse.“
Weil die Differenz zwischen Lohn und Sozialleistungen so gering sei, lohne es sich für viele einfach nicht, arbeiten zu gehen. Trotzdem dürfe man die Debatte nicht nur darauf fokussieren.

„Wer in Österreich leben will, muss die deutsche Sprache auf einem tauglichen Niveau beherrschen, einer Arbeit nachgehen und Respekt gegenüber der österreichischen Kultur und der Rechtsordnung zeigen.“
Den Menschen selbst dürfe man jedenfalls keine Schuld daran geben, immerhin kommen sie aus sehr schwierigen Lebenssituationen. „Doch wenn eine so große Zahl an Menschen mit niedrigem Bildungsniveau und kulturell anderem Hintergrund zuwandert, ist die Integrationsfähigkeit einer Gesellschaft irgendwann erschöpft.“
Leserkommentare …………………………….
ab 50 Jahren ist man „zu alt“ für den Arbeitsmarkt. (ich werde heuer 44) . Arbeiten soll man aber fast bis 70. Wie geht sich das aus. Häng ich in der Mindestsicherung? Arbeitslosengeld, AMS? Habs auch in meiner Nachbarschaft gehört, super ausgebildete Menschen 55+ bekommen keinen Job.
aber viele der Misi Bezieher arbeiten nebenbei. Es gibt in Wien etwa 120 Großfamilien , welche zwischen 4000 bis 5000€ Misi kassieren, und keine Einziger geht VZ arbeiten.
Ich möchte keine amerikanischen Verhältnisse in Österreich, danke nein.
Schaut euch oe24 an. Welche Förderungen die Neubürger erhalten. Ich war jahrzehntelang ein SPÖ Wähler. Jetzt gibt es nur mehr FPÖ.
Ja viele gehen spazieren und null Bock auf Arbeit und niemand unternimmt was dagegen
Im Alter gibt es trotzdem Geld. Die 1.800 werden auch jedes Jahr erhöht. Die 800 im Jahr in Ihrem Beispiel hat man schon herinnen, weil es zusätzlich Wohnbeihilfe & Co. gibt. Die Unterschiede sind zu gering um Arbeit zu attraktivieren.
Für 70% Analphabeten in ihrer Muttersprache ist es schwer Deutsch in Wort und Schrift zu lernen. Und eine Kellnerlehre dauert auch für Unsrige 3 Jahre.
Die kommen aber alle sehr früh drauf!
Arbeiten zahlt sich wirklich nicht aus. Ich bekomme ohne Arbeit 1 800.- ausbezahlt. Würde ich Arbeiten gehen bekäme ich 1 600.-Brutto. Da könnt iht ja denken das ich lieber Zuhause bleibe. Leider eine traurige Tatsache das man in Österreich fürs Arbeiten bestraft wird.
Quelle https://www.heute.at/s/oeif-chef-sagt-an-mindestsicherung-groesstes-hindernis-120099645