1 .April 2025

Die Arbeitslosigkeit steigt in Österreich deutlich mehr als im EU-Schnitt.

Talfahrt seit zwei Jahren: Fast 400.000 Arbeitslose – und Schumann fehlen die Worte

Ende März waren rund 316.300 Personen beim Arbeitsmarktservice (AMS) arbeitslos gemeldet, dazu kommen noch rund 80.700, die in Schulungsmaßnahmen des AMS geparkt sind. In Summe sind damit fast 400.000 Menschen in Österreich ohne Erwerbsarbeit und auf Geld der anderen angewiesen.

Starker Anstieg bei Ausländerarbeitslosigkeit

Im Vergleich zum Februar ist die Zahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer um 7,4 Prozent bzw. 27.400 Personen gestiegen. Österreich hat damit eine Arbeitslosenrate von 7,4 Prozent. Bei den Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft stieg die Arbeitslosigkeit gar um 11,6 Prozent an, während sich die Arbeitslosigkeit der Österreicher mit einem Plus von 6,5 Prozent unterdurchschnittlich erhöhte.

Deutlich mehr Lehrstellensuchende

Die Arbeitslosigkeit von Frauen war im Vergleich zum Februar um 11,8 Prozent höher, bei den Männern um 6,7 Prozent. Die Jugendarbeitslosigkeit stieg im März mit einem Plus von 12,0 Prozent überdurchschnittlich an. Auch die Zahl der beim AMS gemeldeten sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden stieg deutlich (plus 14,9 Prozent oder zusätzliche 1.007 Jugendliche).

Auch die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen mit Status arbeitslos und mindestens einem Jahr AMS-Vormerkung stieg. Es sind schon rund 91.000, und damit um 10.600 Personen oder 13,2 Prozent mehr als zuletzt.

Abgeschlagen in der EU

Mit diesen Arbeitslosenzahlen liegt Österreich über dem EU-Schnitt. Dort waren im Jänner 5,8 Prozent als arbeitslos registriert, im Euroraum waren es 6,2 Prozent. Spanien hatte mit rund 10,4 Prozent die höchste Arbeitslosenquote innerhalb der Europäischen Union (EU-27), in der Tschechischen Republik, Polen, Malta, Island, Slowenien und Norwegen herrscht mit Arbeitslosenquoten zwischen 2,6 bis 3,7 Prozent praktisch Vollbeschäftigung.

Insolvenzwelle rollt

Gleichzeitig schlittern im Schnitt 19 Unternehmen pro Tag in die Pleite.

Laut aktueller Hochrechnung des Kreditschutzvereins mussten im ersten Quartal heuer bereits 1.741 Unternehmen Insolvenz anmelden.

„Plattitüden“ und Abwiegeln

Trotz dieser besorgniserregenden Zahlen, auch im Vergleich zum EU-Schnitt, und der Tatsache, dass die Arbeitslosigkeit seit zwei Jahren steigt, wiegelt AMS-Vorstand Johannes Kopf ab: Die Arbeitslosigkeit steige „nicht so stark, wie es die wirtschaftlich angespannte Situation erwarten ließe“.

Deutliche Worte findet dagegen die Opposition. FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch kritisiert die „Plattitüden“ der Regierung. SPÖ-Arbeits- und Sozialministerin Korinna Schumann sagte in einem Zeitungsinterview gerade mal, dass „jede und jeder Arbeitslose eine oder einer zu viel“ sei.

Belakowitsch fordert, dass die Ministerin „endlich in die Gänge komme“ und konkrete Maßnahmen zur Senkung der Arbeitslosigkeit setze, anstatt sich hinter leeren Worthülsen zu verstecken.

Leere Worthülsen

Doch in einer Pressemitteilung erklärte Schumann zu den aktuellen Arbeitslosenzahlen lediglich:

Wir lassen die Menschen, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind, nicht im Stich. Sondern legen unser Augenmerk darauf, Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen.

Verschlimmerung der Situation

Angesichts der dramatischen Lage weist Belakowitsch auch die Maßnahmen der Regierung im Zusammenhang mit der Rot-Weiß-Rot-Karte zurück: Der Versuch, die Rot-Weiß-Rot-Karte „attraktiv“ zu machen, bedeute nämlich nichts anderes, „als dass trotz der hohen Arbeitslosenzahlen weiterhin Billigarbeitskräfte in unser Land geholt werden“. Ein solches Vorgehen sei verantwortungslos.

Rosa Elefant im Raum

Auch der heutige Vorstoß von Schumann, das Arbeitskräftepotenzial älterer Menschen zu nutzen, verwirrt. Denn er sagt nichts anderes aus, als dass die älteren Menschen zur Arbeit gebraucht werden, weil offenbar viele Arbeitslose weder willig noch fähig sind, im Wirtschaftsleben einen Mehrwert zu bringen.

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Leserkommentare …………………………………

wie soll das gehen, wenn sowieso schon zu viele Arbeitslose sind? Dann wollen sie noch xfache 100 000 aus Afrika usw zu uns holen, wir brauchen Fachkräfte? Mit dem Schmäh hat man mit dem Willkommensteppich begonnen!

Schafft die EU ab, pickt den Globalisten den Mund zu, die sich wie ein Gott aufspielen, oder schickt sie ins Bergwerk zum Hack’ln, Arbeiten.

Ist denen Wurscht, sie sind die ersten und letzten die ihr „Gehalt“ bekommen, wie es bei den Steuerzahler ist, ist egal.

Quelle https://unzensuriert.at/294363-talfahrt-seit-zwei-jahren-fast-400-000-arbeitslose-und-schumann-fehlen-die-worte/

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