28 .März 2025
Die Preise für gebrauchte Elektroautos der Oberklasse stürzen regelrecht ab und werden zunehmend zu einem finanziellen Risiko für Hersteller, Händler und Leasinggesellschaften. Besonders betroffen sind Premiumfahrzeuge, die meist geleast werden. Das Restwertrisiko bleibt dabei oft bei den Herstellern.

Laut Daten der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) und Autoscout24 sank der Restwert dreijähriger Premium-E-Autos von knapp 70 % Anfang 2023 auf nur noch 49 % Ende 2024. Berichten des Handelsblattszu folge, warnte ein Insider aus der Autoindustrie warnt:
„Das ist eine tickende Zeitbombe.“
Allein Volkswagens Leasingtochter meldete 2024 Restwertrisiken von 1,86 Milliarden Euro – mehr als doppelt so viel wie 2020. Auch BMW verzeichnet in seinen Geschäftsberichten Wertminderungen von 533 Millionen Euro.
Thomas Peckruhn vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) berichtet, dass bereits erste Banken sich weigern, Elektroautos im großen Stil zu finanzieren. Trotz moderat steigender Elektrozulassungen in Europa bleibt die Nachfrage hinter den Erwartungen zurück. Hersteller versuchen, ihre Verkaufszahlen durch hohe Rabatte zu steigern, was den Restwertverfall weiter beschleunigt.
Elektroautos als Problemfall am Gebrauchtwagenmarkt

Gebrauchtwagenkäufer zeigen sich wenig bereit, hohe Preise für gebrauchte Luxus-E-Autos zu zahlen.
„Am Gebrauchtwagenmarkt schlagen diese Fahrzeuge besonders hart auf“, bestätigt Martin Weiss, Leiter der DAT-Fahrzeugbewertung.
Ein besonders drastisches Beispiel ist der Porsche Taycan. Zwischen Januar 2022 und Dezember 2024 verlor das Modell 38 % seines Wertes, was einem Wertverlust von mehr als 50.000 Euro entspricht. Zum Vergleich: Der Verbrenner-Pendant Panamera ist im gleichen Zeitraum sogar teurer geworden.
Skepsis der Kunden und Probleme bei Leasinggesellschaften

Viele Käufer suchen verlässliche Fahrzeuge mit stabilen Wiederverkaufswerten – und die finden sie bei Elektroautos offenbar nicht.
Die Zurückhaltung der Kunden wird auch von großen Vermietern wie Hertz und Sixt verstärkt, die immer mehr Elektroautos aus ihren Flotten entfernen. Reparatur- und Instandhaltungskosten seien schlichtweg zu hoch.
Hertz hat allein im vergangenen Jahr 30.000 Elektroautos verkauft, darunter Modelle von Polestar und Tesla. Auch Sixt verzeichnet sinkende Restwerte und stellt seine Flottenstrategie zunehmend um.
Hersteller geraten unter Druck

Um den Wertverlust abzufedern, setzen Hersteller zunehmend auf mehrmaliges Leasing von E-Autos. BMW verzeichnete 2024 einen Anstieg des Gebrauchtwagenleasings um über 8 %. Gleichzeitig verschieben viele Hersteller ihre Vertriebsmodelle, um das Restwertrisiko nicht allein tragen zu müssen.
Kommentare …………………………………….
Nach 7-8 Jahren ist der Akku verbraucht, und ein neuer teurer als der Restwert des Fahrzeugs 🥴 !!
Wer kauft sich schon ein gebrauchtes Auto mit ausgeleierte E-Motor und ausgelutschten Akku?
Auf die Müllhalde der Geschichte.
Viele müssen eber zuerst gehörig draufzahlen, bevor sie das Gehirn und den Hausverstand einschalten.
Die Batterie eines Tesla wiegt 750kg (erhöhter Abrieb der Reifen durch höheres Gewicht, Feinstaub, breitere Reifen = öfterer Reifenwechsel), Die Kosten für den Wechsel solch einer solchen Batterie liegt derzeit (lt. ÖMTC) bei 22.000 Euro.
Soweit ich weiß, haben die Auto-Vermietungs-Gesellschaften die Batterieautos schon vor 2 Jahren aus ihrem Sortiment entfernt, weil der Gebrauchtwagenmarkt für Batterieautos nicht funktioniert.
E-Autos sind rollende Selbstentzünder.
Schwächelt bei einem E-Auto der Akku mal, dann wird das schnell zur Investitionsfalle. Nicht nur der Akku kostet regelrecht schon ein Vermögen, sondern auch der Einbau wird zur teuren Reparatur.
“Reparatur- und Instandhaltungskosten seien schlichtweg zu hoch.”
Quelle https://exxpress.at/economy/e-autos-verlieren-an-attraktivitaet-preisverfall-bei-gebrauchtwagen/