02.04.2025

Angesichts der Budgetnöte des Staates ist Johannes Kopf, Chef des Arbeitsmarktservice, die Altersteilzeit ein Dorn im Auge: „Das Modell ist total attraktiv für die Arbeitnehmer, aber deutlich zu teuer.“ Auch würden Ältere dadurch gegenüber Jüngeren, die es am Arbeitsmarkt schwer haben, bevorzugt.

„Würde wer sagen, wir müssen aus Budgetgründen die Altersteilzeit streichen, würde ich mich dagegen nicht wehren, ich würde nicht aufschreien“, sagt AMS-Chef Kopf.
In Altersteilzeit können alle gehen, die fünf Jahre vor der Pension stehen und sich mit ihrem Betrieb einigen. Sie reduzieren ihre Arbeitszeit, bekommen aber trotzdem einen Gutteil ihres Gehalts und sie verlieren keinerlei Pensionsbeiträge. Kopf: „Am häufigsten ist das Modell: Du arbeitest nur noch die Hälfte, aber bekommst drei Viertel des Lohnes und die volle Pensionsversicherung. Das ist total attraktiv – wer will das nicht?“
„Fast alles zahlen wir“
Teuer ist das Modell vor allem für das AMS, denn im Falle der kontinuierlichen Altersteilzeit werden 90 Prozent der Kosten (Lohnersatz, Pensionsbeiträge) von der Arbeitslosenversicherung bezahlt.
„Fast alles zahlen wir.“

Ältere können derzeit fünf Jahre vor dem Regelpensionsalter in Altersteilzeit gehen, wenn der Betrieb zustimmt.
„Teilpension“ als Alternative
Im Regierungsprogramm steht, dass eine neue Teilpension das Modell der Altersteilzeit teilweise ersetzen soll. Kopf: „Teilpension heißt dann, dass man ab 62 oder 63 verringert weiterarbeitet, aber teilweise schon Pension bezieht.“ Dieses Konzept wäre aber dann für den Staat deutlich billiger. Kopf: „Außerdem kommen die Mittel dann aus der Pensionsversicherung und nicht mehr aus der Arbeitslosenversicherung.“
Kopf zum jetzigen Altersteilzeit-Modell: „An sich halte ich die Idee, vor allem in belastenden Berufen, dass man im Alter nicht mehr Vollzeit arbeitet, sondern die letzten Jahre vor der Pension weniger, für gut.
Doch das österreichische Modell ist mit Blick auf die Budgetsituation deutlich zu teuer. Ich hielte es für gerechtfertigt, deutlich einzuschränken.“

Geblockte Altersteilzeit auf dem Rückzug

Ein Problem ist auch, dass viele, die in kontinuierlicher Altersteilzeit sind, einfach ein halbes Jahr voll arbeiten und ein halbes Jahr nicht. Das ist im Grunde nicht im Sinne des Erfinders. Immerhin gelungen ist es, die geblockte Altersteilzeit-Variante zurückzudrängen, indem das AMS dabei nur 50 Prozent der Kosten übernimmt. Kopf: „Als die Altersteilzeit eingeführt wurde, konnten die Leute in der geblockten Altersteilzeit 3,5 Jahre arbeiten und dann 3,5 Jahre zu Hause bleiben. Es war wichtig, die geblockte Altersteilzeit zurückzudrängen.“
Früher entschieden sich 90 Prozent für die geblockte Altersteilzeit. Jetzt wählen 80 Prozent die kontinuierliche Variante, die aber eben auch das Problem der hohen Kosten hat. Freilich: Wer sich bereits in Altersteilzeit befindet beziehungsweise diese schon bewilligt bekommen hat, soll von einer etwaigen künftigen Streichung auf keinen Fall betroffen sein.
Leserkommentare …………………………………..
Der Fisch fängt beim Kopf zu stinken an.
Viel zu teuer sind die Milliarden Geschenke ans Ausland, viel zu teuer sind die 100000ende Asylanten und Migranten, viel zu teuer sind die mehr als fürstliche Gagen der ORF Mitarbeiter, usw.
Solange wir Leute hier durchfüttern, die noch keinen Cent ins Sozialsystem eingezahlt haben – und es wahrscheinlich auch in Zukunft nicht werden, haben wir anscheinend Geld genug!
Bei Corona, Ukraine und das Asyl System wurde das Geld bisher nur so rausgeschmissen! Vielleicht sollte die Regierung einmal sparen anfangen oder abdanken! 45 Jahre Vollzeit Versicherungsjahre müssen reichen!
Warum wird nicht bei den Migranten gespart ?
Immer nur bei den Arbeitern.
Die Betriebe wollen die über 50zigjährigen weg haben vom Betrieb. So sieht es aus. Viele Kleinbetriebe halten ihre Mitarbeiter so lange es möglich ist.
Menschen ab 50 brauchen einen Schutz vor Kündigung. Dann würden viele nicht in die Altersteilzeit flüchten.
Menschen die 45 Jahre gearbeitet haben, haben sich ihren Ruhestand mehr als verdient, die Mehrheit ist physisch und psychisch ausgelaugt.
Die Menschen gehen fix und fertig in Pension, das gesetzliche Pensionsalter erreicht keiner, sie nehmen halt die Abschläge in Kauf
ich bin für die Abschaffung des AMS weil sie nur kosten und eh nix bringen !
45 Beitragsjahre Vollzeitarbeit müssten für die Pension reichen!
Vor nicht allzu langer Zeit gab es sogar für alle Häftlinge und Migranten € 500,00 als Klimabonus, eine unglaubliche Frechheit und jetzt sollen wieder jene büßen, die brav arbeiten bzw. stets gearbeitet haben.
Das nennt ihr sparen!
EINE FRECHHEIT IST DAS!
Die täglich zur Arbeit gehen und auch die Pensionisten sollen für alles aufkommen!
Was ist mit euch los!
ES REICHT! XXX FPÖ
Quelle https://www.krone.at/3745188